18.7.18 Ulaanbaatar
Heute war ich unglaublich müde, weil die Nacht doch sehr kurz wurde.
Aber die Sonne hat geschienen und wir sind zur Statue gefahren und haben diese erklommen. War schon ein verrücktes Gebilde.
Hinterher ging es zurück nach Ulaanbaatar, wo wir wieder in unser Anfangshotel eingecheckt haben und dann dort "Freizeit" hatten. Wir sind ein bisschen durch die Stadt, haben Mittag gegessen und uns die Füße platt getreten.
Abends haben wir uns alle für ein letztes Dinner getroffen. Wir sind zu einem Inder gegangen und der war wirklich sehr, sehr lecker. Das war ein schönes letztes Abendbrot.
Hinterher ist ein Teil von uns noch in eine Bar, aber es wurde nicht sehr spät.
Der Abschied fiel mir seeehr schwer.
Um 5:30 Uhr kam mein Taxi und die Mongolei hat mich mit Regen verabschiedet.
Die Rückreise war bis auf eine Menge nervige Babies direkt um mich rum ok und abends war ich zurück im unglaublich heißen Braunschweig - was war denn da schief? :D
Samstag, 18. August 2018
17.7.18
17.7.18
Heute Nacht bin ich von peitschendem Regen und
Sturm um und auf unser Zelt aufgewacht. Das klang ganz schön heftig. Aber es
war alles dicht und stand tatsächlich morgens noch - wo es Gottseidank wieder
aufgehört hatte.
Wir sind nach Ulaanbaatar reingefahren, haben dort Stunden im Stau gestanden und sind auf der anderen Seite wieder raus, um zu einer Statue von Chinghis Khan zu gelangen. Die kam irgendwie aus dem Nichts und war tatsächlich sehr beeindruckend - unglaublich riesig. Wir haben praktisch daneben unsere Zelte aufgebaut und haben Abendbrot gemacht.Da in meiner Gruppe ein Profi-Koch war, wollte der alles ganz genau richtig gemacht haben. Wir haben 3 (!) Stunden gebraucht, bis das Essen fertig war und es hat nicht mal irgendwie besonders geschmeckt! Das war wirklich frustrierend.
Aber es war trotzdem ein wirklich schöner letzter Zelt-Abend. Der Sternenhimmel war unglaublich. Endlich mal keine Wolken davor!
16.7.18
16.7.18
Das Fühstück heute morgen war mega
enttäuschend. Es gab für jeden eine Tasse heißes Wasser und 2 Teebeutel für 4
Leute zum Teilen. Zum Essen gab es je eine Scheibe Weißbrot und eine
Winzportion Brühe. Huh.
Dementsprechend viele Snacks wurden dann im
Truck verzehrt :D
Ich war heute dran, um mit meiner Cook Group
einzukaufen. Das klappt erstaunlich gut. Jede Gruppe hat es bisher noch
geschafft, da was anständiges für alle auf die Beine zu stellen. Ein bisschen
schade finde ich, dass ich am allerletzten Camping Tag dran bin. Das macht den
so stressig fürchte ich.
Wir haben noch eine weitere Monastery
angeguckt, die sah ganz cool aus. Wir haben aber nicht ganz alles sehen können,
weil es in der Ferne schon donnerte und die Wolken immer näher kamen. Also
haben wir die Beine in die Hand genommen und sind mit den ersten dicken Tropfen
wieder beim Truck angekommen.
Hinterher sind wir einfach nur weitergefahren
auf der Suche nach einem Camp. Wo wir gehalten haben war es auch wieder echt
schön. Ich liebe ja diese Abgeschiedenheit.
Wir konnten sogar im Sonnenschein unsere Zelte
aufbauen und Abendessen, das war wirklich großes Glück!
15.7.18 Erdenet
15.7.18
Heute morgen bzw. Nacht sind wir vom
prasselnden Regen auf unsere Zeltplane aufgeweckt worden. So ein Scheiß. Wir
haben dann erstmal alles stehen gelassen und im Regen zusammengedrängt unter
unserer Regenplane im Stehen gegessen. Hinterher hatte es zum Glück etwas
nachgelassen und wir konnten abbauen. Ich hab es trotzdem geschafft zwei paar
Schuhe völlig zu durchweichen in dem hohen Gras.
Nachmittags sind wir dann in Erdenet
angekommen. Eine der größten Städte Mongolias mit einer riesigen Kupfer Mine.
Ansonsten war es halt wieder eine große Stadt. Und noch dazu eine sehr
runtergekommene, alles sieht irgendwie noch nicht fertig oder schon völlig
fertig aus. Das Hotel sah ganz ok aus, leider haben wir ein Raucherzimmer
erwischt.
Wir haben einen Kaffee getrunken, ein Mural von Marx und eins von Lenin angeguckt und dann noch ein Freedom Memorial und eine Buddha Statue. Die war recht bee indruckend da so mitten in der Landschaft.
Abends wollten wir essen gehen im "modern
nomads". Klang vielversprechend, aber ein erster Blick in die Karte hat
schon Zweifel aufkommen lassen bei mir. Als es dann auch noch hieß, dass sie
eine "limited choice" der Sachen nur da haben und sich diese Choice
aus ca. 3 Gerichten zusammensetzte, bin ich 3 anderen hinterhergelaufen, die
nebenan bei einer Art KFC eingekehrt waren :D Das war genau das richtige :P
Hinterher sind wir noch in eine Karaoke Bar
gegangen, wo wir einen kleinen Raum für uns alleine hatten. Die Musikauswahl
war erst enttäuschend und die zugehörige Musik erst recht (alles bloß
Klavier-Cover, teils kaum wiederzuerkennen, mit falschen Hintergrundfilmen)
aber mit den richtigen Getränken wurde es dann doch noch sehr witzig und
"Let it go" von Frozen geht schließlich immer :D
Anschließend sind wir ins Hotel zurück - WM
gucken. In der Zwischenzeit hat es wieder mega angefangen zu regnen, so dass
wir erneut ziemlich durchnässt waren.
14.7.18 Mörön
14.7.18 Mörön
Heute ist es seltsamerweise aufeinmal mega
warm. Es hat sich als sehr klug rausgestellt, immer eine kurze Hose im Rucksack
zu transportieren :D
Wir mussten diesen schrecklichen Rumpelweg am
Lake entlang zurück und Jaz ist diesmal vorweg gerannt und hat die großen Äste
zur Seite gezogen :D
Trotzdem war nach dieser Strecke aufeinmal ein
komisches Geräusch zu hören. Die beiden haben nachgeguckt und es war ein Shock
Absorber hin. Wie auch immer. Das hat unsere Mittagspause in Mörön sehr
verlängert, weil sie Ersatz besorgen mussten.
Aber da hatte ich wenigstens wieder kurz WLan und Zeit, auf meinen Iced Latte zu warten.
Momentan ist unser Ziel eigentlich nur noch
Ulaanbataar und das ist wirklich traurig, denn es bedeutet, dass der Trip fast
vorbei ist.
Unser Camp haben wir schlussendlich einfach am
Rande einer fast schon als stark befahrenden Straße zu bezeichnenden Stelle
aufgebaut.
Es war abends recht mild, so dass wir lange am
Feuer sitzen konnten und nachts auch nicht gefroren haben.
13.7.18 Koshgol Lake 2
13.7.18
Heute schien von Anfang an die Sonne. Nach
einem wieder leckeren Frühstück haben wir uns Sandwiches geschmiert und sind zu
einem Spaziergang aufgebrochen. Das war richtig schön, wieder durch einen Wald
mit ganz vielen verschiedenen Blumen. Und da meine Zimmernachbarin eine
Pflanzen Fanatikerin ist, sind wir bei jeder stehen geblieben und haben
geguckt. Das war auch mal sehr interessant. Außerdem war das Wasser unglaublich
klar und blau und sah toll aus.
Unser Ziel war etwas, das laut Maps.Me wie
eine kleine Bucht aussah. Leider stellte sich raus, dass es ein weiterer Camping Platz mit lauter Mongolen war. Also sind wir da doch umgedreht. Direkt nachdem
wir uns auf der Veranda niedergelassen haben, fing es an zu gießen - perfektes
Timing. Wir sind dann noch zu einem Coffee Shop gelaufen und ich habe abends
eine kochend heiße Dusche "genossen". Da hab ich mir echt ein
bisschen den Kopf verbrannt, aber das Shampoo musste ja raus :P Ich hab dann
gesehen, dass das Wasser wohl tatsächlich durch ein Feuer draußen erhitzt wird
und man deshalb bloß die Wahl hat: heiß oder kalt.
Jaz und Adam haben am Nachmittag den Reifen
repariert und hinterher den Basketballplatz wieder freigegeben.
Hinterher haben wir noch ein bisschen in der
Gruppe gequatscht und ich hab Haare geflochten. :D Das Essen war wieder sehr
lecker, aber ich habe vegetarisch genommen und das war etwas wenig.
Als es dunkel war und kalt wurde, haben wir am
Strand ein Lagerfeuer angefangen. Wir waren eigentlich ganz zufrieden, aber
dann kam ein Mitarbeiter mit riesigen Holzsstücken und hat aufgeschichtet, dass
es hinterher fast zu heiß war :D
12.7.18 Koshgol Lake 1
12.7.18
Heute morgen musste ich die Kätzchen
verlassen. Das war sehr traurig.
Wir haben uns auf dem Weg zu Koshgol Lake
gemacht. Wir waren relativ bald da, aber die Fahrt daran entlang zum Camp war
schrecklich. Es gab jede Menge speed bumps, um die Autos am rasen zu hindern,
aber die haben die Fahrt in unserem Truck zur nervigsten überhaupt bisher
gemacht.
Alle paar Meter ein riesen Geschaukel und Geruckel im Schneckentempo.
Und kaum waren wir da und sind ausgestiegen gab es ein Zischen und einer der
Reifen hat aufgegeben :D
Das wollten Jaz und Adam aber am nächsten Tag beheben.
Für heute wurde der Truck auf dem Basketballplatz geparkt - ein bisschen fies,
aber einzige Option zum daran Arbeiten wohl.
Etwas genervt waren wir von der Masse an Touristen. Wir waren es bisher gewohnt überall eigentlich fast für uns alleine zu sein und auf einmal waren da Menschenmengen. Dieser See ist auch für Mongolen ein beliebter Urlaubsort.
Wir sind wieder zu viert in unserer Ger:
Steffi, Christina, Holly und ich. Holly ist unsere honorary German :P
Ich habe den Rest des Tages nichts gemacht,
außer nett zu quatschen und draußen ein bisschen zu frieren. Für alles andere
war es zu ungemütlich.
11.7.18 Mörön
11.7.18 Mörön
Heute morgen gab's French Toast zum Frühstück,
hinterher wieder Sandwiches zum Schmieren für den Mittag und dann sind wir los
zum Nadaam Festival. Das klang irgendwie so wahnsinnig toll, vor allem weil
unser Guide sich kaum wieder eingekriegt hat. War aber eher mittel spannend :P
Erste Verwunderung: alles war an anderen Orten. Wir waren als erstes beim
Pferderennen und haben die Ankunft der Pferde gesehen. 25km sind die geritten
und zwar kleine Kinder! Es gab außerdem ein paar Gers mit Essen und Trinken und
man konnte Luftballons abschießen. Aber sobald die Pferde da waren löste sich
alles auf und leerte sich schlagartig.
Wir mussten dann noch auf Tallulah warten,
weil Jaz auf der Suche nach neuem Trinkwasser war.
Hinterher ging es zu einer Arena, wo
gewrestelt wurde. Das war aber auch eher mittel spannend, weil wir halt keine
Ahnung hatten, was da gerade passiert. Ab und zu wurde gejubelt und ein paar
dicke Männer im knappen Outfit sind umeinander getänzelt.
Wir sind dann relativ früh in unser
Guesthouse. Das wird von einer Saraa geführt, die sich wirklich Mühe gibt.
Highlight waren für mich 4 Katzen Babies! OMG waren die süß!
Lowlight war die
eine Dusche für uns alle, die außerdem per Hand aufgefüllt werden musste und
meine Matratze, welcher aus Holzbrettern bestand mit ein paar Decken drauf.
Boah, war das hart. Da hätte ich direkt auf dem Boden schlafen können. Das es
nur Plumpsklos gab war schon Normalität.
Ein Teil ist dann noch mal zurück in die
Stadt, aber ich bin geblieben, habe ein bisschen das Internet ausgenutzt,
Katzen gekuschelt und mich in die Dusch-Schlange gereiht. Wir sind bloß einmal
zur Stadt gelatscht, waren im Supermarkt und wieder zurück.
Abends sind wir zu einem Hotel gefahren zum
Abendessen. Das war aber eine Enttäuschung für mich. Ich habe Pizza Hawaii
bestellt und die war mit Würstchen und Zwiebeln und kaum Ananas.
Nachts hat England gegen Kroatien gespielt.
Das hat aber nur ein kleiner Teil geschaut. Schade, dass England raus ist, das
wäre ein spannendes Finale geworden mit den ganzen Engländern an Bord!
10.7.18
10.7.18
Heute war es weiterhin arschkalt. Ich hatte
alle Jacken übereinander an, die ich mit hatte. Wir haben einen Stop bei
"Deer-Stones" gemacht. Das sind Grabsteine von früheren Anführern aus
der Bronzezeit. War aber zu kalt zum genauen Betrachten. Nach einem verfrorenen
Lunch haben wir im Truck tatsächlich die Heizung angemacht.
Bei unserem ersten Bush-Toilet Stop war es
auf einmal wieder wesentlich milder - völlig verrückt hier. Die Landschaft hat
sich auch total geändert. Wir sind durch einen Wald gefahren mit richtig tollen
Blumenwiesen. Leider waren die wieder verschwunden, als wir nach sehr langer
Fahrt bei unserem Bush-Camp nahe der nächsten Stadt ankamen. Ziel war es heute
möglichst Nahe an die Stadt ranzukommen, in der am nächsten Tag das Naadam
Festival stattfindet. Das ist eine Art Volksfest und zwar das beliebteste in
Mongolia. Jede Stadt hat wohl ein eigenes, alle irgendwann im Juli. Es gibt
Bogenschießen, Wrestlen und Pferderennen.
Nach dem Abendbrot (Nudeln und Tomatensoße mit
Garlic Bread) haben wir wieder am Feuer gesessen und gequatscht. Die Nacht war
angenehm mild.
Sonntag, 22. Juli 2018
9.7.18
9.7.18
Nach dem Frühstück ging es los zu einem Vulkan, den wir bestiegen haben. Das war ein wirklich spektakulärer Anblick und hat sich echt gelohnt. Die Höhlen, die wir
hinterher angeguckt haben waren mittel spannend. In der einen gibt es ganzjährig ein bisschen Eis, das war das Highlight :P
Mittagessen gab es an einem See, der eigentlich zum Baden angekündigt worden war. In der Zwischenzeit wurde aber wohl ein Baden-Verboten Schild aufgestellt. Stattdessen sind wir
dort ein bisschen rumgelaufen und kurz vorm Wolkenbruch wieder beim Taxi gewesen. Ich verstehe echt nicht, warum unser Guide ständig betont, was für ein trockenes Land Mongolia ist.
Nachmittags konnten wir unsere Zelte gerade noch im Trockenen aufstellen, dann fing es wieder an zu regnen. Es gab eine Option auf eine Ger upzugraden. Ein Pärchen hat das gemacht
und war so nett uns zu sich einzuladen. Das war dann wirklich nett dort. Die Ger war irgendwie extrem groß, so dass wir alle im Kreis drumrumsitzen konnten. Abendessen war diesmal besonders: die dort lebenden Mongolen
haben uns ein traditionelles Lamm-Gericht gemacht. Dafür wird Lamm in einen Topf mit heißen Steinen getan und so gegart. Dazu dann noch Kartoffeln und Möhren und fertig ist Gericht (nach einer Stunde). Es war
zwar ganz lecker, aber trotzdem nicht mein Fall, weil ich so ungern Fleisch vom Knochen abnage. Viel war da nämlich nicht dran.
Nach dem Abendbrot wurde wir nochmal eingeladen zu einer "Party at 9 in the Ger" und haben dort also den ganzen Abend feuchtfröhlich im Sitzkreis verbracht :P Da hatten
wir echt Glück, dass zwei upgegradet haben, sonst wäre das ein ungemütlicher unsozialer Abend in den einzelnen Zelten oder im Truck geworden.
8.7.18
8.7.18
Zum Frühstück gab es heute Sushi. Das war tatsächlich sehr lecker und vor allem füllend!
Dann ging es in den kleinen Autos die Graslandschaft zurück zu Tallulah, die Adam und Jaz in die Stadt zurückgefahren hatten. Wir hatten dann ein Stunde Zeit für einen
Cook Group Einkauf und Lunch. Das war etwas hektisch und hat nicht gereicht, weshalb ich über die füllenden Sushi-Rollen froh war. Ich hatte dann einfach ein Stück Schoko Kuchen..
Hinterher haben wir einen sacred rock besichtigt. Einfach ein großer Stein mitten in der Gegend, umgeben von Souvenir Ständen, Yak Reiten und Bogenschießen. Aber es
gab dort die luxuriöstesten Toilleten der ganzen Reise! Dafür hat es sich schon gelohnt :D
Unser nächstes Ger Camp war wieder mega schön gelegen: Mitten in den Bergen an einem Fluss. Wir haben einen Spaziergang daran entlang gemacht und sind von Yaks überrascht
worden, die den Berg runtertrabt kamen. Auf dem Rückweg haben wir mehr oder weniger beim Hüten geholfen, in dem wir die Yaks vor uns hergetrieben haben während, ein Reiter am hin und her reiten war, um alle
zusammenzuhalten. Ein Mama Yak hat die ganze Zeit auf ihr Kleines auf der anderen Flussseite gewartet. Das war sehr rührend zu sehen.
Nach dem Abendessen hab ich mich duschen gewagt und bis auf die Tatsache, dass man erst drum bitten musste, das warme Wasser anzustellen und dass es nur ein Rinnsal gab, war sie ganz
gut.
7.7.18 Hot Springs 3
7.7.18
Heute morgen war meine Cook Group dran mit Lunch vorbereiten. Also ging es nach dem Frühstück schnell los zum Vorbereiten und Schnippeln, damit sich alle ein Sandwich belegen
konnten.
Um 10 war ich dann in der ersten Gruppe zum Reiten. Wir waren die absolute beginners und sind mehr oder weniger geführt worden :D War aber ganz schön, irgendwie sehr idyllisch.
Bloß die 2 Stunden waren echt grenzwertig, mir taten hinterher so sehr die Beine und Knie weh. Ich hatte noch Glück einen bequemen Sattel erwischt zu haben offenbar, den meisten anderen tut der Hintern noch weh
:P
Den Rest des Tages hab ich dann eigentlich mit Nichtstun verbracht. Die Hot Springs waren zu hot, weil die Sonne richtig doll geschienen hat. Das fiese an dem Wetter hier ist, dass es
zu heiß ist, sobald die Sonne draußen ist und zu kalt, sobald eine Wolke davor ist. Man zieht sich ständig an und aus.
Abends haben wir noch die erste Halbzeit von England gegen Schweden auf einem winzigen Fernseher geguckt und sind dann in unsere Betten.
6.7.18 Hot Springs 2
6.7.18
Das Wetter war heute leider auch wieder eher regnerisch und diesig. Nach einem sehr leckeren Frühstück ging es zu einem Yurte einer nomadischen Familie. Also eine echte und
nicht unsere Touri Dinger. Dass die Touri sind, hat man als erstes daran gemerkt, dass die echten keinen ausgelegten Boden haben! Da steht man direkt im Gras und auf der Erde. Betten standen drin, kleine Regale, eine Feuerstelle,
Fotos. Alles sehr wenig auf sehr kleinem Raum. Schon verrückt.
Hinterher sind wir ein bisschen durch die Gegend gelaufen, es hat aber ziemlich angefangen zu regnen, also sind wir zurück. Hab mir noch meinen Schuh klatschnass gemacht, beim Versuch
einen kleinen Bach zu überqueren, aber dank des Feuer ist er gut getrocknet.
Nachmittags sind wir dann in die Hot Springs gegangen. Was hier die Haupt-Attraktion eigentlich ist. Die waren teils wirklich unglaublich heiß, weiß nicht, wie einige das
ausgehalten haben.
Abends gab es dann wieder super leckeres Essen und hinterher sind wir mit einigen einfach noch lange sitzen geblieben und haben gequatscht. Das war wieder sehr lustig :)
5.7.18 Hot Springs 1
5.7.18
Wir sind um 8 aufgebrochen und hatten eine Fahrt vor uns, die "relativ kurz sein könnte oder aber den ganzen Tag dauern", weil das Terrain sehr wetterabhängig war.
Hat sich dann rausgestellt, dass wir den ganzen Tag brauchen. An einer Stelle wurde der Hang so abschüssig und steil, dass die Gefahr, umzukippen, sehr groß war. Andere Option
war, einen Fluss durchqueren. Wir sind also alle raus und unsere beiden Leader haben debattiert. Sie sind dann schlussendlich durch den Fluss gefahren. Beziehungsweise haben es versucht. Er war fast durch, da hat ihn die Strömung
erwischt und ein Stück mitgerissen. Sowohl den Truck, als auch Jaz, der vorweg gewatet war, um die Tiefe abzuschätzen. Das war wirklich gruselig. Aber Adam hat geistesgegenwärtig den Rückwärtsgang
eingelegt und hat es echt geschafft, wieder rauszufahren. Steckte dann aber im Flussbett fest. Das konnte dann aber durch Buddeln und "Schienen" unterlegen, relativ schnell behoben werden.
Die Freude hat aber leider nicht so lange angehalten, kurz darauf steckten wir in einem matschigen Mini-Bach fest. Egal in welche Richtung Adam gefahren ist, die Hinterräder kamen
nicht hoch. Wir haben über eine Stunde gebuddelt, Steine angeschleppt und nach 13 Versuchen war der Truck endlich wieder auf der Wiese. Meine Güte!
Die nächste Zeit lief dann bis auf rumpelige Wege glatt ab und wir waren noch mal in der kleinen Stadt, um einzukaufen.
Kurz vor unserem Ziel ging es allerdings eine Steile Wiese hoch und die war durch den ganzen Regen so matschig, dass wir nach einer Weile absolut nicht vorwärts kamen. Ging auch
einem anderen LKW so, der da unterwegs war. Wir also alle wieder raus und gewartet.
Nach einer Weile kam dann die Nachricht, dass wir mit kleinen 4x4 Autos abgeholt werden würden und der Truck dort bleiben würde. Die Fahrt zum Camp war dann wesentlich rasanter.
Im Endeffekt waren wir um kurz nach 9 abends da. Das Abendbrot war zur Entschädigung super lecker.
Wir teilen uns die Yurte diesmal zu viert. Aber alle 3 anderen Mädels sind sehr nett.
4.7.18
4.7.18
Heute sind wir relativ kurz gefahren und sind nach dem Mittagessen (Sandwiches auf die Hand) zu einem weiteren Kloster gewandert. Diesmal aber wirklich gewandert und zwar nen Berg hoch.
Das war an sich total schön dort, aber leider hat die Sonne sehr geknallt. Das Kloster war irgendwie so mitten im Berg mit einer tollen Aussicht und man konnte noch rundrum kraxeln und kleine Praying-Caves besichtigen.
Der Rückweg bergab war dann mega schön. Allerdings hätte das auch ein deutscher Wald sein können, war vom Bewuchs her kaum ein Unterschied.
Wir waren ziemlich schnell mit dem Laufen aber leider hat sich ein kleiner Teil auf dem Rückweg verfranzt und ist doch erst zur geplanten späten Abfahrt wieder gekommen, so
dass wir wieder erst abends am nächsten Ort für unser Bush Camp angekommen sind. Es war wieder sehr schön dort und an einem Fluss, so dass die kälteresistenten Leute baden konnten :P Privatsphäre war
mehr so mäßig gegeben.
Abends war es diesmal nicht ganz so eisig, aber wir hatten trotzdem ein Lagerfeuer und haben Marshmallows geröstet :)
Die Nacht war total warm, dabei hatte ich diesmal noch ne extra Decke mitgenommen :D
3.7.18
3.7.18
Heute waren wir dann in dem Kloster, wo wir wieder betenden Mönchen lauschen und große Trommeln drehen konnten. Hinterher ging es zu einem kleinen Museum, wo wir auf eine
mythical creature, half human half animal hingewiesen worden. Ich hab sie nicht entdeckt, bis mir ein Licht aufging: der Engel war gemeint :D
Hinterher waren wir in einem Spiele Museum, wo es um selbstgemachte Spiele der Nomadenvölker ging. Was die alles aus den Knochen der Tiere erfunden haben!
In einer etwas tieferen Senke war es dann heute das erste Mal so weit: der Truck steckte fest! Wir also alle raus und angefeuert und dann hat es zum Glück doch geklappt.
Abends haben wir an einer echt schönen Stelle fürs Bush Camp gehalten. Total idyllisch. Netterweise mit vielen Steinen drumrum für etwas Privatsphäre :P
Wir sind noch zu einem Wasserfall "gewandert" und hinterher gab's Abendbrot am Lagerfeuer.
Leider war es nachts wirklich arschkalt und mein Schlafsack hat mich sehr enttäuscht. Das ist jetzt einer der bis 9 Grad Comfort Zone hat und das hat auch im Zelt überhaupt
nicht gereicht.
Freitag, 20. Juli 2018
2.7.2018
2.7.2018
Jetzt weiß ich, warum uns am Anfang gesagt wurde, wir können unseren Ablaufplan wegschmeißen.
Plan heute war, eine Museum und ein Kloster besichtigen und nach einem
Short 2 hour drive an Ger Camp ankommen. Es gab aber eine Quarantäne Zone, in die wir nicht fahren durften. Also haben wir versucht, diese zu umfahren - mitten in der Pampa ohne irgendwelche Straßenschilder und
bloß mit Handykarten. Mehrmals wurden wir von Leuten auf Motorrädern angehalten und die haben versucht uns zu erklären wo wir lang müssen. Ende vom Lied: wir steckten mitten in der Quarantäne Zone
:D Weiter durften wir nicht, aber aus irgendeinem Grund zurück, also haben wir natürlich das getan. Auf der Offline Karte mitzuverfolgen, wie viel Strecke wir geschafft haben war echt traurig :D Wir sind halt auch
die ganze Zeit ca nur 30kmh gefahren und trotzdem sind wir teilweise echt durch die Gegend geschleudert worden.
Irgendwann bin ich von nem Nickerchen aufgewacht, weil wir auf einmal so schnell waren: ich gucke aus dem Fenster: 50kmh waren's bestimmt! :D
Aber da ich ja gutes Sitzfleisch habe, hat mir das ganze echt nicht viel ausgemacht. So kann ich fast am besten entspannen: gezwungenes Nichtstun. Man hat ja ein Ziel und bis man da
ist, kann man halt nichts machen.
Und mitten im Nichts halten um Sandwiche zu schmieren und zu essen, rings um einen nur Weite, Hügel - genial!
Kamele haben wir heute gesehen, Kinder auf Pferden, die gucken gekommen sind, Unmengen Ziegen (tote und lebendige), ab und an ein anderes Auto und Graslandschaft.
Statt unserer geplanten Highlights konnten wir auf diesem Weg eine Düne mitten im Land besteigen. Das mega schön und der Sand war super weich.
Naja, inzwischen sind wir seit fast 13 Stunden unterwegs (Kloster hat übrigens schon zu :P) und haben jetzt noch 75kmh vor uns. Immerhin wieder auf Asphaltstraßen!
1.7.18
1.7.18
Heute morgen haben wir das erste Mal unseren Truck "Tallulah" bestiegen. Der ist definitiv luxuriöser als unser Truck in Afrika damals. Wir haben Platz für unsere
Taschen in der Hutablage, funktionierende Gurte, viel Platz für die Rucksäcke, Heizung (werden wir wohl nicht brauchen (Nachtrag: aber hallo!)), Kühlschrank etc. Ich glaube, hier lässt es sich ganz gut
aushalten. Nur die Toilette fehlt :D Ich werde mich hier wieder sehr dehydrieren, um nicht so zu leiden.
Nach ein bisschen "Vorort" sind wir jetzt nach knapp einer Stunde fahren schon wirklich mitten im Nichts. Nur noch weite Grasflächen mit Bergen in der Ferne, vielen Ziegen,
Pferden und ab und zu noch ein paar Häusern. Begleitet momentan von einer ausgedehnten Disney Playliste :D
Nach einiger Zeit ist aus den dichten Wolken leider ausgewachsener Regen geworden. Darauf war ich Kleidungstechnisch nicht eingerichtet.. Zum Glück hatte ich meinen Poncho dabei,
aber es war gleichzeitig so mega windig. Was das für Ruinen waren, die wir besichtigt haben weiß ich leider nicht, ich war zu abgelenkt vom peitschenden Regen :P
Zum Mittag gab es trocken Nudeln mit roher Paprika und Thunfisch. Also wenn das die Messlatte legt, dann hätte ich mir übers Kochen nicht so viele Gedanken machen müssen.
Wir werden ja hier in Teams eingeteilt und müssen jeder 3 mal ran.
Gegen 16 Uhr waren wir in der ersten Unterkunft: einem Yurten Camp am Ögii Lake. Das war luxriöser als erwartet: 2 Bett Yurten, Licht, 3 Gänge Essen, saubere Duschen und
Toiletten. Und Unmengen kleiner Fliegen, die auf einem gelandet sind, sich prompt gehäutet haben und die Haut zurückgelassen haben.
Wir haben einen kleinen Spaziergang am See entlang gemacht und hinterher noch Bogenschießen ausprobiert. ich stelle fest: nicht meine Master-Disziplin!
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